Informationen

Neu! Die Freilandlabor-Notizen und unsere Video-Beiträge

Da wir Ihnen derzeit leider nicht im Rahmen von Führungen die Natur in der Stadt näher bringen können, haben wir die "Freilandlabor-Notizen" entwickelt. Hier gibt es aktuelle Informationen zum Britzer Garten, Tempelhofer Feld oder zur Natur in der Stadt. Für Tipps und Anregungen sind wir immer offen.

Freilandlabor-Notizen Nr. 1 vom 5.April 2020, Haupthemen: Brutbeginn der Graugans, Blüten an Gehölzen, Feldlerchen auf dem Tempelhofer Feld

Freilandlabor-Notizen Nr. 2 vom 26. April 2020, Hauptthemen: Haubentaucher brüten, Löwenzahn, Die ersten Nachtigallen, Gemüse für den Balkon, Torffrei Gärtnern

Familientipps_1 vom 7.4.2020

Videobeiträge:

Natur rund ums Wasser

Sauerampfer und Co.

Wie ein Weidentipi gebaut wird! Zum Film

 


Schildkroeten und Enten

SchildkroeteSchildkrötenzählung im Britzer Garten

Seit vielen Jahren gibt es Sumpfschildkröten in den Gewässern des Britzer Gartens sowie in anderen Berliner Parkgewässern. Dabei handelt es sich um Rotwangen- oder Gelbwangen-Schmuckschildkröten.

Sie gehören nicht zur heimischen Tierwelt, sondern stammen ursprünglich aus Nordamerika und waren viele Jahre im Haustierhandel in großen Mengen erhältlich. Bei der Haltung in Terrarien wurde jedoch oft nicht bedacht, dass diese Schildkrötenarten bis 30 cm lang und bis 50 Jahre alt werden können. So wurden sie häufig in Parkgewässern, Seen und Teichen ausgesetzt. Seit 2016 sind diese nichtheimischen Schildkrötenarten als invasive Arten in der EU eingestuft und der Verkauf, die Zucht und die Haltung ist verboten.

Während die Schildkröten früher die kalten Winter in unserem Klimabereich oft nicht überlebten, scheint es, dass die wärmeliebenden Tiere die fast frostfreie kalte Jahreszeit jetzt gut überstehen. Es scheint, dass die Anzahl der Schildkröten in den Gewässern des Britzer Gartens und anderer Seen und Teiche in der Stadt ansteigt.
Das Freilandlabor Britz will daher in diesem Jahr eine Zählung der Schmuckschildkröten im Britzer Garten durchführen, die Aufenthaltsorte erfassen und prüfen, ob sich die Tiere eventuell vermehren. Diese Zählung soll über die Entwicklung des Bestands der Schmuckschildkröten Aufschluss geben. Außerdem soll der Einfluss des Bestands der Schmuckschildkröten auf die Entwicklung der heimischen Amphibien und Fische untersucht werden.

Hintergrund ist, dass beide Schmuckschildkrötenarten gerade während ihres Wachstums einen großen Appetit haben. Neben Wasserpflanzen, Würmern und Insekten fressen sie auch die Eier und Kaulquappen heimischer Frosch- und Krötenarten wie auch Laich von Fischen. Gerade die heimischen Amphibienarten sind sehr stark in ihrem Bestand bedroht. Außerdem können die Schildkröten Pilz-und Viruserkrankungen auf die Amphibien übertragen.

Daher benötigen wir Ihre Mithilfe! Wir würden uns freuen, wenn Sie uns melden, wann und wo Sie Schildkröten im Britzer Garten beobachtet haben. Auf der beiliegenden Karte können Sie den Standort markieren. Bitte fügen Sie auch Tag und Uhrzeit der Beobachtung hinzu. Dann können wir diese Standorte in unsere Bestandserfassung einbeziehen. Auch Fotos und anderen Informationen, z. B. zum Verhalten der Tiere, sind uns willkommen! Bitte betreten Sie nicht die Uferbereiche!

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Das Aussetzen von Tieren, gebietsheimisch oder gebietsfremd, ist nach dem Berliner Naturschutzgesetz untersagt!

Informationsflyer


 

 

 

 

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